Watchmen


Superhelden Comics neigen dazu die Welt in schwarz und weiß, gut und böse aufzuteilen, wobei das Gute letztlich immer siegt. Das dies mit der Realtität nicht all zu viel gemein hat, ist bekannt. Und auch wenn wir uns etwas wünschen, dass wahrhaft gerecht ist und den Glauben an das Gute nicht verlieren wollen, so fühlen wir uns doch zum Zwielichtigen, Undurchschaubaren hingezogen, vielleicht weil es mehr unserer selbst entspricht. Watchmen ist so etwas wie der Antichrist der Comics. Alternde Superhelden, die ihre persönlichen Probleme mit sich schleppen und weit davon entfernt sind perfekt oder moralisch eindeutig zu sein. Alan Moore hat ein Superhelden Universum geschaffen, dass einen parallelen Zeitrstrang um die Geschichte des Kalten Kriegs erzählt und der nukleare Untergang der Menschheit unmittelbar bevorsteht. Eine Welt, in der Superhelden nicht so recht willkommen sind. Watchmen gehört sicherlich zu den interessantesten und alternativsten Comics und brilliert durch seine ganz eigene Art. Die Charaktere sind nicht stereotyp, dafür teilweise so krankhaft veranlagt, wie es nur Individuen unserer Gesellschaft sein können.

Zack Snyder hat sich nach seiner 300 Verfilmung nun diesem Thema angenommen und geschafft, was in vielen Kreisen als unmöglich galt, nämlich Watchmen auf die Leinwand zu bringen. Die aufwendig gestalteten Comics wurden im Kino ebenso optisch opulent wiedergegeben und garantieren gute 3 Stunden Unterhaltung. Wer jedoch das Original lesen und sehen möchte, der greift zu der Zusammenfassung aller Watchmen Comics und wird mit einer abwechslungsreichen Story belohnt. Die psychologische Komponente ist sicher einer der Schlüssel des Erfolgs dieser Comicreihe und daher empfiehlt es sich auch dieses Buch einmal näher zu betrachten: “Watchmen and Philosophy: A Rohrschach Test“.


Kommentar schreiben



Impressum