Was mich fertig macht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischenWas für ein Titel! Darüber selbst lässt sich wohl vortrefflich philosophieren. Das Leben dazwischen, wo zwischen? Kann es so etwas überhaupt geben, und ist dazwischen dann ein zweites Leben, eine zweite Identität? Wer nun glaubt der Roman mit dem fast unaussprechlich langen Titel: „Was mich fertig macht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen“ sei nun aber ein hochphilosophisches Werk à la Ulysses und gehöre zur gehobenen Weltliteratur, der irrt wie man sich nur irren kann.

Tatsächlich handelt es sich hier um aus dem Leben gegriffene Banalität des Alltags. Dabei soll das gar nicht negativ sein, im Gegenteil. Der Roman beschreibt eindrucksvoll, wie wohl das Leben vieler in ihrer „wilden Phase“ aussieht, bzw. ausgesehen hat. Frauen, Partys, Saufen, Alkohol …erwähnte ich schon Frauen? All das eben was einem im Leben fertig macht, es aber letztlich auch erst so lebenswert gemacht und ihm eine lebendige Note verliehen haben. Mitunter geht es in den Erotikszenen heftig zur Sache, aber seien wir doch mal ehrlich. Wäre dem nicht so, wäre es ja auch fast bemitleidenswert. Blümchensex ist nun einmal nicht interessant, und darüber zu lesen noch viel weniger.

In dem Buch kann man laut mitlachen, aber auch nachdenklich in sich gehen. Der Lebenswandel eines Protagonisten, den wir selbst wohl nur all zu gut kennen und selbst erlebt haben, oder noch erleben werden.


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