VögelfreiNa, habe ich sie mit der Überschrift ködern können. Ich habe es mir gedacht! :) Der erotische Roman (sofern diese Bezeichnung hier überhaupt zutrifft) Vögelfrei ist vor allem eines, umstritten. Man liebt, oder man hasst ihn. So einfach ist das manchmal im Leben. Wer prüde, oder schnell einzuschüchtern ist, wer keine Kraftausdrücke und Direktheit verträgt ist hier eindeutig fehl am Platze. Für alle anderen – Herzlich Willkommen im Frauenporno.

Sophie Andresky nimmt kein Blatt vor dem Mund. Müsste man sie und ihren Schreibstil mit einem Wort beschreiben, wäre es extrem. Extrem erotisch, extrem witzig und vor allem extrem seltsam und eigenartig. Eine Boshaftigkeit jagt die Andere und wird noch durch kultivierten Zynismus betont. Klischees sucht man hier vergeblich, dafür aber Kompromisslosigkeit. Die Handlung ist dabei schnell erzählt. Es geht um Sex, Sex, ach ja und Sex!

Sicher der Plot könnte ausgeklügelter sein, die Figuren noch detailreicher und dergleichen, doch wer eine solches Buch mag, den Stil, den interessieren solche Dinge nicht. In gewisser Weise schafft es die Autorin Dinge auf den Punkt zu bringen. In all der sprachlichen Härte verbirgt sich dann auch eine romantische Grundhaltung. Doch ist es nicht ihre Intention gewesen diese aufzutischen, vielmehr schwebt sich durch den Raum, wie ein kaum wahrnehmbarer Duft.


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