SchachnovelleDie Schachnovelle von Stefan Zweig gehört wohl zu den Klassikern in der deutschen Literatur. Wer jetzt leicht zusammenzuckt, aus Angst hier einen schwermütigen Wälzer geschildert zu bekommen, der irrt. Stattdessen handelt es sich bei diesem Buch um ein taschenbuchformatiges Exemplar der Gattung, literarisches Muss. Dieses Buch zu lesen ermöglicht nicht nur den Einstieg in die Kunst des Schreibens, sondern gleichzeitig einen spannenden Blick in das Spiel der Könige – Schach.

Bei der Schachnovelle, welche im Stile eines Ich-Erzählers geschrieben wurde, geht es um eine Schifffahrt, bei der sich zwei Menschen treffen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Der eine, amtierender Schachweltmeister, ist die Verkörperung des Ehrgeizes, aber auch des Anti-Genies. Ein Mensch mit nur der einen Inselbegabung, nämlich grandios Schach zu spielen. Der andere ist ein Intellektueller, welcher der Folterung entkommen konnte und den ausgesetzten Qualen der völligen Reizunterdrückung nur widerstehen konnte, in dem er sich ein Buch über Schachpartien unter den Nagel riss und diese im Geiste nachspielte.

Das Buch öffnet jedem Nichtschachspieler einen Blick in die Welt dieses Spiels, welches so komplex und spannend ist, dass man nach dem Lesen den unbedingten Drang verspürt selber Schach zu spielen. Für all jene, die der Freude am Schachspielen schon erlegen sind, ist es ein Leichtes die verschiedenen Gefühle und Eindrücke der Personen nachzuvollziehen.

Fazit: ein grandioses Buch


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