Extrem laut und unglaublich nahDer 11. September 2001, umgangssprachlich 9/11, wird wohl für alle Zeit ins Gedächtnis der Menschheit eingebrannt sein. Ein Trauertag der modernen Welt, der deutlich machte das Terrorismus jederzeit und überall „einschlagen“ kann. Wo vorher in den Köpfen die die Meinung vorherrschte, dass Krieg und Gewalt solchen Ausmaßes nur in Ländern fernab der Heimat stattfindet wurde nun in erschreckender Weise vom Gegenteil überzeugt.



Extrem laut und unglaubliche nah
behandelt dieses Ereignis in ganz eigener Art. Statt in gesellschaftlicher Trauer versunken, beschreibt es die Ereignisse aus der Sicht eines fiktiven Lebens. Was bedeutete dieser Tag für das Schicksal von Einzelnen? Im Mittelpunkt des Geschehens ist die Verbindung zweier Vater-Sohn Geschichten, die unterschiedlicher wohl kaum sein könnten, jedoch auf überraschende Weise zueinander finden.

Erzählerisch ist der Roman auf hohem Niveau und daher auch nicht immer leicht zu lesen. Oftmals springt die Geschichte von einer zur anderen Handlung und man muss sich erst an die Stil gewöhnen und sich anpassen. Die Figur des Oskar, der den Tod seines Vaters auf ganz eigene Art verarbeitet ist dabei so wundervoll geschrieben, dass man ihn nur zu gerne einmal kennen lernen möchte, oder doch zumindest einen Brief von ihm bekommen will, wie er sie zu hunderten schreibt.

Ein großartiges Buch, dass den 9/11 auf unglaublich subtile Art und Weise thematisiert.


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