Der SonntagsmannKrimigeschichten aus Schweden scheinen momentan ja der Renner zu sein. Wo Stieg Larsson eine ganze Weller der Begeisterung losgetreten hat sind noch viele weitere, gute Autoren beheimatet, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Zu diesen Autoren gehört auch Thomas Kanger. In seinem Roman der Sonntagsmann schafft er es erneut einen spannenden und mitreißenden Krimi zu schreiben und Schwedens Krimielite würdig zu vertreten.

Protagonistin ist die Komissarin Elina Wiik, welche einen Mordfall aufdecken möchte, der vor 25 Jahren passiert ist. Was unlösbar erscheint, weckt ihr Interesse und es gibt auch einige Zeugen, die mehr als bereitwillig ihren Aussagen schildern. Die Frage ist nur, wer sagt die Wahrheit? Dramatisiert wird das Ganze durch die Komponente der Zeit, denn sie hat vor Ablauf der Verjährungsfrist nur noch drei Wochen Zeit um den Mordfall und den Verbleib des vermissten Babys aufzuklären. Ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen.

Der Roman selbst wurde ja schon an vielen Stellen hoch gelobt und ich kann mich der positiven Kritik nur anschließen. Er verzichtet auf blutrünstige Szenen und kann dennoch mit Spannung aufwarten. Zu Beginn, etwa die ersten 100 Seiten, muss man sich evtl. etwas zwingen weiter zu lesen, dann aber beginnt die Spannung und spätestens ab der 150. Seite kann man den Krimi nicht mehr aus der Hand legen. Eine glaubwürdige und nachvollziehbare Geschichte mit überraschenden Wendungen.


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