Das Schwarze BlutJean-Christoph Grangé mag dem einen oder anderen schon von seinem Werk: Die purpurnen Flüsse bekannt sein. Auch als Nichtleser, könnte man das Buch als Verfilmung mit Jean Reno gesehen haben. Nun hat der Autor einen neuen Roman geschrieben, der an Brutalität in nichts nachsteht – Das schwarze Blut.

Eines vorweg. Wer mit detaillierter Gewalt nichts anfangen kann, oder sie gar abstoßend findet, sollte einen weiten Bogen um dieses Buch machen. Grangé beschreibt in einer fast schon poetischen Sprache das Innenleben des Serienkillers und seine Gewalttaten werden bis ins Kleinste dargestellt, so dass man sich bisweilen Sorgen um seine Mitmenschen macht, bzw. woher all die Phantasie stammt. Doch er ist eben auch in der Hinsicht ein Meister seiner Kunst.

Das schwarze Blut ist ein spannender Thriller, der vom Sensationsreporter Mark Dupeyart erzählt, welcher sich für eine Frau ausgibt, um an einen Serientäter und seine Gedanken heranzukommen. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel entwickelt sich zwischen den beiden und eskaliert, als der Serienmörder ausbricht.

Sicher, wer die Story allzu ernst und vor allem vernunftbetont sieht, der wird Brüche und Ungereimtheiten finden. Wer sich gut unterhalten möchte und einem solchen Genre etwas abgewinnen kann, wird hier einen Volltreffer vorfinden! Es ist eben, wie so oft im Leben, Geschmackssache.


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