MeteorDan Brown dürfte den meisten Lesern, als auch Nichtlesern ein Begriff sein. Sein Roman The Da Vinci Code oder im Deutschen Sakrileg sorgte Weltweit für Aufsehen und machte ihn zu einem der populärsten Autoren seiner Zeit. Freilich findet die Kirche das weniger gut, aber die mochte Galileo auch nicht, oder Martin Luther und trotzdem setzten sie sich durch.

Meteor hat Brown nach Illuminati geschrieben und einmal mehr bewiesen, dass er zur hohen Garde der Autoren gehört, die es verstehen einen Thriller spannungsgeladen zu gestalten. Die Story handelt von einem Meteor, der in der Arktis abgestürzt ist und von Satelliten entdeckt wurde. Mit ihm kamen aber wohl auch Spuren außerirdischen Lebens. Agent Rachel Sexton soll das für die USA aufklären und gerät so in eine mörderische Mission.

Meteor ist ein Wissenschaftsthriller mit einem Einschlag von Science-Fiction, der in typischer Brown Manier auch mit allerlei Fakten gespickt ist und so fast als Lehrmaterial durchgeht. Erzählerisch hat sich der Autor hier noch zu seinem Vorwerk weiterentwickelt und verzichtet auf künstliche Dramaturgie durch sprachliche Hilfsmittel. Stattdessen vermittelt er direkt und mit immer wiederkehrenden Handlungssprüngen einen abwechslungsreichen Krimi. Wer Browns Schreibstil mag, wird auch dieses Buch verschlingen.

Watchmen


Superhelden Comics neigen dazu die Welt in schwarz und weiß, gut und böse aufzuteilen, wobei das Gute letztlich immer siegt. Das dies mit der Realtität nicht all zu viel gemein hat, ist bekannt. Und auch wenn wir uns etwas wünschen, dass wahrhaft gerecht ist und den Glauben an das Gute nicht verlieren wollen, so fühlen wir uns doch zum Zwielichtigen, Undurchschaubaren hingezogen, vielleicht weil es mehr unserer selbst entspricht. Watchmen ist so etwas wie der Antichrist der Comics. Alternde Superhelden, die ihre persönlichen Probleme mit sich schleppen und weit davon entfernt sind perfekt oder moralisch eindeutig zu sein. Alan Moore hat ein Superhelden Universum geschaffen, dass einen parallelen Zeitrstrang um die Geschichte des Kalten Kriegs erzählt und der nukleare Untergang der Menschheit unmittelbar bevorsteht. Eine Welt, in der Superhelden nicht so recht willkommen sind. Watchmen gehört sicherlich zu den interessantesten und alternativsten Comics und brilliert durch seine ganz eigene Art. Die Charaktere sind nicht stereotyp, dafür teilweise so krankhaft veranlagt, wie es nur Individuen unserer Gesellschaft sein können.

Zack Snyder hat sich nach seiner 300 Verfilmung nun diesem Thema angenommen und geschafft, was in vielen Kreisen als unmöglich galt, nämlich Watchmen auf die Leinwand zu bringen. Die aufwendig gestalteten Comics wurden im Kino ebenso optisch opulent wiedergegeben und garantieren gute 3 Stunden Unterhaltung. Wer jedoch das Original lesen und sehen möchte, der greift zu der Zusammenfassung aller Watchmen Comics und wird mit einer abwechslungsreichen Story belohnt. Die psychologische Komponente ist sicher einer der Schlüssel des Erfolgs dieser Comicreihe und daher empfiehlt es sich auch dieses Buch einmal näher zu betrachten: “Watchmen and Philosophy: A Rohrschach Test“.


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