Axolotl Roadkill

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Feb 10
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Axolotl RoadkillInteressanter Name für ein Buch finden sie? Dann sollten sie es erst mal lesen. Was einem hier entgegen geschmettert wird ist für den routinierten Romanleser nicht ganz leicht zu verdauen. Das ist in etwa so, als wenn man normalerweise Leberpastete isst und nun Kartoffelpüree von der Wand abkratzen muss. Was jedoch in keinster Weise das Buch selbst schmälern soll. Es ist eben Geschmackssache und die 17 jährige Autorin, Helene Hegemann, hat mit Axolotl Roadkill sicher etwas Außergewöhnliches geschaffen.

Es geht um Mifti, ein rastlos durchs Leben streifendes 16 jähriges Mädchen, die seit dem Tod ihrer Mutter doch recht rebellisch daherkommt. Mit all den Klischees: Drogen, Schulverweigerung, Aufstand gegen alles und jeden. Aber dabei noch die analytische Fähigkeit besitzt ihre Umwelt, das Leben der Erwachsenen zu sezieren und offen zu legen, wo es klemmt.

Vielleicht sollte ich noch die Warnung einschieben, dass es sich bei Axolotl Roadkill nicht um eine klassische Geschichte handelt. Kein wirklicher Handlungsstrang, oder gar geordnete Gedanken. Was erwarten sie?! Dennoch ergibt sich im Laufe der 200 Seiten ein Bild, irgendwie zumindest. Gerne hätte man am Ende mehr erfahren, von Mifti selbst, denn die Ich-Erzählung prädestiniert nun einmal dazu eine sehr eingeschränkte Wahrnehmung zu zeichnen. Aber es macht wohl auch den Reiz dieses Buches aus. Da bleibt wohl nichts weiter zu sagen…


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