Alter Sack, was nun?Die Jahre gehen ins Land und bevor man sich versieht, hat man einen Seniorenplatz und die Leute in der U-Bahn machen einen Platz, damit man sich hinsetzen kann. Beim Autokauf wird einem nicht mehr die PS-Zahl unter die Nase gehalten, sondern dass die Sitze beheizbar sind. Kukident und Viagra sind nur zwei unter vielen Tabletten, die man seit kurzem zu sich nimmt und über das eigene Gesicht behauptet man, es sei ausdrucksstark und vom Leben gezeichnet. Und was an Falten hinzugekommen ist, wird durch fehlendes Haar kompensiert, man möchte ja schließlich die Balance halten.

Und es kommt der Moment in dem man sich eingesteht, dass man alt ist. Aber das muss ja, entgegen allgemeiner Behauptungen und den vorigen Beispielen, nicht unbedingt etwas schlechtes sein. Ganz im Gegenteil, Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Und um das Beste aus der Situation zu machen, gibt es den nicht ganz ernst gemeinten Ratgeber: Alter Sack, was nun?

Hier werden einem Lebenshilfen angeboten, um mit dem Altsein umzugehen. Nach dem Motto: wir mögen alt sein, aber wir können es immer noch krachen lassen. Immerhin hat man mehr als ein halbes Jahrhundert Partyerfahrung hinter sich!

Erwarten sie nicht zu viel von dem Buch. Es ist voll von Klischees und Platitüden, wer es aber als einen kleinen Scherz sieht und nicht tatsächlich auf Lebenshilfe angewiesen ist, kann hier durchaus seinen Spaß haben.


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