Lizenz zum EssenVielleicht gehören auch sie einer bestimmten Zielgruppe an, jenen Menschen, die sich Woche für Woche ins Fitnessstudio quälen um abzunehmen. Die darauf achten, dass ihre Butter Omega-3-Fettsäuren enthält, ohne auch nur im Geringsten zu ahnen, was diese ominösen Omega-3-Fettsäuren überhaupt so viel besser machen soll. Man vertraut dem allseits gepredigten Dogma, dass man viel Sport treiben und auf die richtige Ernährung achten müsse. In den Nachrichten hört man ja auch ständig, dass unsere Kinder immer fetter werden und was gibt es schöneres, als sich nach einem hektischen Arbeitstag noch in die Muckibude zu bemühen, um unter dem wohlriechenden Duft von Testosteron und Schweiß das Laufband zu malträtieren. Anschließend noch ein lecker Vollkornbrot mit fettarmer Margarine und dazu `ne Schüssel Rohkost mümmeln…das Leben ist doch toll, oder nicht?

Das man auch ohne mentalen Druck und die ständige Plackerei Abnehmen und sich dabei sogar noch wohl fühlen kann, möchte Gunter Frank, Allgemeinarzt und Naturheilkundler, mit seinem neuen Buch: „Lizenz zum Essen: Stressfrei Essen, Gewichtssorgen vergessen“ klar stellen. Beispielhaft werden in seinem Buch Frau Rundlich und Herr Hager vorgestellt und an ihren Erfahrungen soll der Leser sich selbst wieder erkennen und einfach mal wieder bewusst leben und genießen. Diätratschläge hin, oder her, jeder ist nun einmal von seinen Genen mitbestimmt und gegen die hilft auch keine Diät, oder ein eisernes Fitnessprogramm. Das Kredo hier lautet, sich mit seinem Körper wieder anzufreunden und ihm auf die ureigenste Weise wieder das Essen beizubringen. Natürlich soll man dabei nicht gleich über die Stränge schlagen, doch haben sie von Urmenschen gehört, die Diät machten, um schlank zu bleiben?

Todesbräute

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Apr 09
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TodesbräuteTodesbräute ist nach Todesschrei der Folgeroman von Karen Rose und schließt somit fast nahtlos an. Wie im ersten Teil dürfen sie auch in diesem Roman einige Romantik gepaart mit spannender Unterhaltung erwarten. Im Mittelpunkt des Geschehens steht dieses Mal Agent Daniel Vartanian, der eine Mordserie in seiner alten Heimat aufklären soll und dabei auf allerlei Hindernisse stößt. An seine Seite gesellt sich Alex Fallon, die ihre vermisste Stiefschwester sucht, alsbald aber herausfinden muss, dass diese auch schon Tod ist. Doch auch Alex selbst scheint in Gefahr zu sein, ist sie doch die Zwillingsschwester eines Opfers einer zuvor geschehenen, unaufgeklärten Mordserie mit vielen Parallelen zu den laufenden Ermittlungen.

Das Buch selber stellt viele alte Bekannte aus dem ersten Roman vor und zeichnet so einen roten Faden. Die Handlungsstränge wurden in Todesbräute jedoch deutlich erhöht und so scheint es auf einen finalen nächsten Roman hinaus zu laufen (Den es in den USA auch schon gibt). Die typische Karen Rose Romantik darf natürlich auch nicht fehlen, und so ist auch dieses Buch sehr flüssig zu lesen und wird einige Leser in seinen Bann ziehen. Die Szenerie ist sehr gut beschrieben, so dass man die Beklemmung der Kleinstadt Dutton förmlich spüren kann. Der Umfang an Figuren scheint zu Anfang geradezu unüberschaubar, wird am im Laufe des Romans immer verständlicher.

Es ist eine Abwechslungsreiche Geschichte, mit immer wieder neuen Überraschungsmomenten und dem gelungenen Mix aus Krimi, Thriller und einer Prise Erotik.

TodesschreiDieses Buch stellt einen gelungen Mix aus Romtik, Thrill und mörderischer Spannung dar. Das für ein Taschenbuch doch sehr umfangreich gehaltene Werk umfasst 667 Seiten voll Spannung und natürlich auch einer gehörigen Portion Romantik. Es handelt von verstümmelten Leichen, die auf einem Feld gefunden werden. Alles deutet auf Folterinstrumente hin und so macht sich Detective Vito Ciccotelli auf den Fall zu lösen. Nach einiger Zeit wird er von der Archäologin Sophie Johannsen unterstützt und es entwickelt sich eine Romanze zwischen ihnen. Ja, auch die Suche nach einem Serienkiller kann ihre schönen Seiten haben :-)

Karen Roses „Todesschrei“ ist ein gut geschriebener Romantikthriller, der von der Liebelei der beiden Protagonisten und einer aufbauenden Spannung lebt. Er hat Facetten eines Krimis, sollte jedoch nicht gänzlich diesem Genre zugeordnet werden. Auch die Übersetzung darf als durchaus gelungen bezeichnet werden und unterstreicht den hervorragenden Erzählcharakter dieses Romans. Hier wird Nervenkitzel auf hohem Niveau geliefert, wo selbst die absurdesten Handlungen realitätsnah erzählt werden und absolut authentisch wirken. Wer also eine gute Lovestory serviert von einem Serienkiller lesen möchte, der sollte dieses trotz allen nicht all zu blutrünstigen Werks lesen. Die zwei Seiten des Lebens, Leid und Elend und pulsierende Liebe vereint in einem Buch. Ok, das war jetzt etwas dick aufgetragen, aber sie wissen was ich meine…

Kühlfach 4Freunde des derben Humors aufgepasst! Ein Taschenbuch der besonderen Art wartet auf euch. Kühlfach 4 ist ein amüsantes, witziges Stück Literatur, dass mit schwarzen Humor nur so um sich wirft. Kurz zur Handlung: Pascha Lerchenberg (eigentlich Sascha, aber Pascha findet er cooler) ist ein Kleinkrimineller, der eines Tages einen unrühmlichen Fund macht, nämlich eine Leiche in seinem Auto. Eigentlich ist es nicht sein Auto, denn er hat es geklaut und kurzer Hand später findet er sich selbst in der Welt der Untoten wieder. Denn was ihm fehlt ist das Licht am Ende des Tunnels, es will und will partout nicht auftauchen. Also nervt er den Gerichtsmediziner Martin Gänsewein, der das alles natürlich überhaupt nicht gut findet. Genötigt von Pascha wird der so brave Gerichtsmediziner zum Detektiv und versucht den Tod von Pascha aufzuklären.

Das ungleiche Paar versucht nun also noch vor Paschas Beerdigung herauszufinden, wer ihn da eigentlich unter die Erde gebracht hat. Die Dialoge der beiden sind einfach göttlich und machen Spaß zu lesen. Trotz des haarsträubenden Themas kommt das Buch ohne viel Brutalität und Gewalt aus, was in einem solchen Genre nicht selbstverständlich ist. Es ist eine schnoddrige Sprache, der sich die Autorin (ja, eine Frau hat dieses Buch geschrieben) bedient, was wohl neben der eigentlichen Handlung für die zweite große Überraschung sorgt. Alles in Allem ein äußerst lesenswertes Buch.

Sag’s nicht weiter, LieblingEmma Corrigan ist in etwa so wie Bridget Jones, durchgeknallt und doch ungemein liebenswert. Nach einem verpatzten Meeting in Schottland fliegt sie zurück und durchquert einige Turbulenzen, sowohl psychischer, als auch physischer Natur. Denn angetrieben von ihrer Flugangst wird sie mit einem Mann zusammen gesetzt, dem sie im Glauben an das Ende ihrer Tage all die Peinlichkeiten und Marotten ihres Lebens verrät. Natürlich stürzt das Flugzeug nicht ab und der Mann stellt sich als ihr Boss heraus. Natürlich möchte Emma jetzt nur noch im Boden versinken. Doch scheint der Mann Gefallen an Emma zu finden, so bekommt sie auch bald eine neue Kaffeemaschine ins Büro gesetzt, da sie sich über die alte so sehr beschwert hatte.

Die beiden verlieben sich ineinander und alles könnte gut sein, würde er nicht den Fehler machen, ihre Marotten auszuplaudern. Mit einer erfrischenden Leichtigkeit gelingt es Sophie Kinsella wieder einmal eine Charakter, bzw. ein Buch zu schaffen, das einen zum Lachen und mitleiden bringt. „Sag’s nicht weiter, Liebling“ ist ein gelungener Roman, der sie ganz vorzüglich unterhalten wird und kein Fettnäpfchen auslässt. Anders als noch Becky Bloomwood, ist Emma Corrigan weit weniger nervig und man möchte ihr auch nicht ständig wegen ihrer Totteligkeit in den Hintern treten. Man kann sich stattdessen sehr gut in die verschiedenen Szenarien hineindenken und hat vielleicht schon ähnliches erlebt.

23332585n Kennen wir uns nicht?Warnung: Lesen sie das folgende Buch nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, bzw. Plätzen. Es sei denn sie möchten von den verschiedenen Passanten schief angesehen werden, da sie immer mal wieder laut loslachen und debil grinsen, wie ein Clown auf Droge.

Sophie Kinsella hat mit ihrem Buch „Kennen wir uns nicht?“ erneut einen lustigen Roman geschaffen, dessen Wortwitz und eingefädelte Komik zu überzeigen wissen. Auch die Protagonistin, Lexi Smart, versprüht einen ganz eigenen Charme, in den sich der Leser einfach verlieben muss. In einem Krankhauszimmer aufwachend stellt Lexi fest, dass sie schwerreich ist, einen lieben und vor allem gutaussehenden Ehemann und neue Freunde hat. Eine Amnesie lässt sie die letzten drei Jahre vergessen. Die Frage, die sie sich nun stellt, ist die nach dem alten Ich. Mag sie wer sie jetzt ist? Mochte sie die alte Lexi und deren Leben noch mehr oder ist gar ein Wunschtraum in Erfüllung gegangen? Zu allem Überfluss kommt selbstverständlich noch ein weiterer Mann ins Spiel, womit das Ganze dann auch seinen Lauf nimmt…

Kinsella ist wahrhaft die ungekrönte Königin der romantischen Komödie und wird wohl auch dieses Mal die Herzen der Frauen erweichen. Sollten sie als Mann auch mal einen Blick in das Buch werfen, so sehen sie sich keiner Schuld bewusst. Auch als Kerl kann man diese Thematik interessant finden ;-)

SlamGanz so schlimm wird es dann doch nicht, die Überschrift sollte jedoch neugierig machen ;-) Wie fühlt sich die Welt eines fünfzehn jährigen an, der allmählich mit den Problemen des Alters bombardiert wird? Nick Hornby versucht es uns am Beispiel von Sam zu demonstrieren, und um das vorweg zu nehmen, es gelingt ihm auch meiner Meinung nach. Bei „Slam“ geht es um einen Skater (das ist in diesem Fall ein Skateboarder und keinesfalls ein Pirouetten drehender Eiskunstläufer), der aus dem seltenen Zustand der Glückseligkeit, und das trotz Pubertät, die raue Welt der alltäglichen Probleme kennen lernt.

Ich hätte vielleicht die Warnung früher aufschreiben sollen, doch vielleicht habe ich sie ja neugierig genug gemacht, um sich das Buch trotz einer klitzekleinen Besonderheit zu holen. Denn es ist in englisch geschrieben. Kein Schreck bekommen. Auch ohne Aufenthalt im Ausland, oder als Muttersprachler können sie diesen Roman beschwingt lesen. Er ist leicht verständlich und sollte vor allem im Original gelesen werden. Denn die scheinbar unbekümmerte Art mit der es geschrieben wurde, gibt vortrefflich den Teenager in diesem Buch wieder. Mal lustig, mal traurig, eben wie das Leben selbst wird man von einem zum anderen Moment geleitet und an die Hand genommen. Und wer genau hinschaut, erkennt vielleicht auch die eine oder andere Gesellschaftskritik, die sich auf Samtpfoten in das Buch geschlichen hat.

Der Fall SamsonObwohl Namensvetter von Samson aus der Sesamstraße, hat dieser Samson nichts mit dem Zottel gemein, denn Samson ist ein Kater, ein verschwundener Kater um genau zu sein. Also macht sich Joe auf die Suche, seinen Kater zu finden. Dabei ist er nicht allein, denn mit der Unterstützung seiner neuen Freunde Vera, Mark und Sina versuchen sie gemeinsam Samson ausfindig zu machen.

Der Fall Samson ist ein Kinderbuch und natürlich sollten auch Kinder lustige und spannende Geschichten erzählt bekommen. Wer also seinen Kleinen etwas Gutes tun möchte, der holt ihnen dieses Mini-Buch. Dabei behandelt es so wichtige Themen wie Freundschaft und Eltern, bzw. dessen Unvollkommenheit. Denn eines der wichtigsten Dinge, die Kinder in ihrem Leben lernen, ist zu erkennen, dass die einstigen Helden, die perfekten Menschen, zu denen man Tag ein, Tag aus aufgeblickt hat, auch Fehler machen können. Sie streiten und scheiden sich und die Blase, die bis dato das vollkommene Leben war, zerplatzt. All dies wird in dem Buch: „Der Fall Samson“ behandelt, ohne Kinder dabei unnötig aufzuwühlen. Stattdessen wird es am Rande erzählt. Ob die Geschichte dann doch noch ein Happy End findet, müssen sie, bzw. ihre Kinder aber selber herausfinden.


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