Die Totenleserin ist das erste Werk von Ariana Franklin. Die Story spielt im mittelalterlichen England, genauer gesagt 1171 in Cambridge. König Henry II hat gelinde gesagt ein Problemchen. Drei ermordete Kinder, die zu allem Überfluss auch noch an Kreuze genagelt wurden. Und natürlich ist auch schnell ein Übeltäter gefunden, die Juden. Immerhin kennen die sich doch damit aus, unschuldige an Kreuze zu nageln. Der König Henry II will kein Pogrom bei sich, da die Juden ordentlich Geld ins Staatssäckel spülen und da wäre es doch eine Schande diese Geldquelle versiegen zu lassen.
Also wird so etwas wie eine mittelalterliche CSI-Mannschaft erstellt, welche die Morde aufklären soll. Wer hier nun allzu bierernst an die Geschichte herangeht wird zwangsläufig enttäuscht. Denn auch wenn es sich hier um einen historischen Roman handelt, ist es doch nicht bis ins letzte Detail recherchiert und wahrheitsgetreu umgesetzt. Man erwartet fast, dass die weiblichen Totenleserin Adelia (wir sagen ja inzwischen anthropologische Forensikerin) jeden Moment eine DNA-Analyse durchführt und das Ergebnis mit der zentralen Verbrecherdatenbank vergleicht.
Kenner fühlen sich vielleicht etwas an „Ritter aus Leidenschaft“ mit Heath Ledger wiedererinnert. Alles in allem ist es aber eine frische und originelle Unterhaltungslektüre, deren Sprachgebrauch sicher nicht so verstaubt ist, wie die damalige Zeit vermuten lässt.


Stefan Schwartz hat mit 
Jean-Christoph Grangé mag dem einen oder anderen schon von seinem Werk: Die purpurnen Flüsse bekannt sein. Auch als Nichtleser, könnte man das Buch als Verfilmung mit Jean Reno gesehen haben. Nun hat der Autor einen neuen Roman geschrieben, der an Brutalität in nichts nachsteht – 
Darf ich vorstellen, Oliver Krachowitzer, kurz „Krach“. Doch keine Furcht, auch wenn der Name gegenteiliges erahnen lässt, Krach ist ein gesetzter Zeitgenosse, der die Hürden des Alltags sogar mit stoischer Gelassenheit nimmt und sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Die ideale Voraussetzung, um in einer 5 Mann Männer-WG zu überleben. Denn
Wir befinden uns in einem Bayerischen Alpen-Kurort. Eine idyllische Umgebung um zu sterben. Zu sterben? Ganz recht, zu sterben. Denn der Portier einer Oper fällt vom Dachboden 12 Meter in die Tiefe und ist tot. Doch nicht nur er. Denn er erschlägt auch gleich noch kurzerhand den Mann, auf dem er landet. Zu zweit stirbt es sich eben besser. Wie heißt es so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Doch wie ist er überhaupt von dort oben herunter gestürzt? Oder wurde er gar herunter geworfen? Selbstmord, Mord oder einfach nur ein Unfall? Das gilt es für Kommissar Jennerwein zu klären. Und im Laufe seiner Befragungen stößt er auch auf eine heiße Spur.
Sascha liegt eine Woche allein im Krankenhaus, aufgrund einer Augen-OP. Wenig erfreut muss er zunächst feststellen, dass man ihm plötzlich eine schnarchende Greisin ins Zimmer gelegt hat. Als sie dann jedoch, leicht sediert von Beruhigungsmitteln, ihrer eigenen Operation zustimmt, die sie zuvor gar nicht wollte, packt Sascha das Mitleid und er nimmt sie kurzerhand mit zu sich nach Hause. Nur für eine Nacht denkt er sich.
Rebecca Bloomwood ist süchtig. Süchtig nach Designerschnäppchen. Alles, was bei drei nicht auf den Bäumen ist und den Namen eines bekannten Designers trägt und zudem noch in einer Nobelboutique herunter gesetzt wurde, muss Rebecca haben. Da sie nicht gerade Millionärin ist, oder den bestbezahlten Job hat, häufen sich ihre Schulden auch unwillkürlich, angesichts ihres Lebensstandards an. Auch als ihr Bankberater Derek Smeath immer aufdringlicher auf ein Gespräch drängt, lässt Rebecca seine Briefe lieber unauffällig in der Schublade verschwinden, als sich mit diesen auseinander zu setzen.